Innerhalb Qontos

„Der 'Qonto Way' hilft mir, die Aufgaben meines Teams nach Priorität zu ordnen und zu Ende zu führen.“

April 30, 2021 by Qonto Deutschland

Schauen Sie hinter die Kulissen von Qonto! Albertine Lecointe ist VP Strategic Projects bei Qonto. In unserem Interview verrät sie, wie sie zu Qonto gestoßen ist und welche täglichen Herausforderungen ihr Strategy-Team bei Qonto meistert.

1. Was hast du gemacht, bevor du zu Qonto gekommen bist? (Studium, berufliche Erfahrungen, usw.)

Nach meinem Abschluss an der HEC (École des hautes études commerciales de Paris, französische Hochschule für Wirtschaft und Management) habe ich bei einem Start-up in London angefangen, das auf Zahlungsdienste spezialisiert ist. Ich kannte diesen Sektor vorher nicht, aber fand die unterschiedlichen Einsatzbereiche, die vielen Innovationen und auch die rechtlichen Herausforderungen spannend. Bei Bankable haben wir uns dem Startup-Inkubator Level 39 angeschlossen. Und wir sind mit jungen Neobanken wie Revolut oder Monzo in Berührung gekommen, das war wohl der Anfang der „Fintech“.

Nach dieser ersten beruflichen Erfahrung bin ich nach Paris zurückgegangen und habe bei Exton Consulting gearbeitet, einem Consulting-Unternehmen, das auf Finanzdienstleistungen spezialisiert ist. Dort hatte ich Gelegenheit, an verschiedenen Projekten mitzuwirken: von der Zahlungsstrategie einer großen Genossenschaftsbank bis hin zur Übernahme eines Fintech-Unternehmens und der Zahlungsstrategie eines Restaurant-Ticket-Anbieters für Arbeitnehmer. Ich glaube, dass ich im Umgang mit diesen Kunden an Selbstvertrauen und auch Grundlagen im Bereich Management gewonnen habe.

2. Warum hast du dich entschlossen, für Qonto zu arbeiten?

Aus einem einfachen Grund: als ich bei Bankable gearbeitet habe, waren meine Kollegen und ich überzeugt, dass im Bereich der Neobanken eine Marktlücke bestand. Zu dem Zeitpunkt gab es in diesem Marktbereich nur Holvi, während die B2C Neobanken anfingen sich zu vermehren.

Wir hatten angefangen, an einem Prototyp, einer Marktanalyse und einer Marke zu arbeiten… aber aus unserem Projekt ist nichts geworden. Als ich gehört habe, dass zwei erfahrene Unternehmer sich mit diesem Thema beschäftigen, habe ich sie sofort kontaktiert.

3. Was ist dir beim Bewerbungsverfahren besonders aufgefallen?

Der Einstellungsprozess war sehr strukturiert für ein so junges Unternehmen! In der Zeit, als ich die Bewerbungsgespräche geführt habe, bestand das Team aus nicht mal 20 Personen [Anm. d. Red.: Heute zählt Qonto mehr als 300 Mitarbeiter]. Es gab noch keine Personalabteilung oder Recruiter bei Qonto, aber ich war beeindruckt von der professionellen Vorgehensweise und der engagierten Beteiligung der Qonto-Gründer Alex und Steve.

4. Was genau machst du als VP Strategic Projects bei Qonto?

Das Strategic Projects-Team ist in drei Bereiche unterteilt:

  1. Wir arbeiten direkt mit dem Product-Team zusammen, um Funktionen gemeinsam mit Partnern einzuführen (Premiumkarten, SWIFT, Apple Pay usw.)
  2. Wir analysieren die Aktivitäten von Wettbewerbern, um unsere kurz- oder langfristige Roadmap zu optimieren 
  3. Wir involvieren alle beteiligten Stakeholder von Qonto und stimmen sie aufeinander ab, um funktionsübergreifende Initiativen zu managen.

5. Welche Eigenschaften sollte ein.e VP Strategic Projects mitbringen?

Ich denke, die folgenden Eigenschaften sind entscheidend:

  • Es ist wichtig, den Markt, die Konkurrenz und neue Tendenzen zu kennen, um unsere mittelfristige Strategie fundiert und unvoreingenommen ausrichten zu können
  • Analytische Fähigkeiten und ein Sinn für Zusammenhänge sind nötig, um Probleme jeder Art, bezüglich Partner, Produkt oder Organisation, mit einer klaren Methode angehen und bearbeiten zu können
  • Und nicht zuletzt sollte man gut kommunizieren können, um die verschiedenen internen und auch externen Stakeholder miteinander in Einklang zu bringen, sodass alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten.

6. Wie sieht ein typischer Tag im Strategy-Team von Qonto aus?

Morgens gibt es ein Daily Meeting mit dem Team, um die Herausforderungen des Vortages anzusprechen und einen Handlungsplan für den jeweiligen Tag aufzustellen.

Danach gibt es für mich einige Meetings zu verschiedenen laufenden Projekten und ich versuche, Focus Time freizuhalten, um meine Fortschritte oder eventuelle Schwierigkeiten festzuhalten.

7. Was ist deine größte Herausforderung und/oder dein größter Erfolg als VP Strategic Projects?

Meine größte Herausforderung (und mein größter Erfolg!) waren wahrscheinlich mein erstes Projekt bei Qonto: die Lizenz als Zahlungsinstitut zu erhalten.

Qonto war anfangs Dienstleister eines E-Geld-Instituts. So konnte Qonto seinen Service schnell auf den Markt bringen und den sogenannten Product Market Fit innerhalb weniger Monate testen.

Aber Qonto hatte von Anfang an die Vision, eine eigene Lizenz als Zahlungsinstitut zu erhalten, um agiler zu werden und seinen Kunden dadurch speziell ihren Bedürfnisse entsprechende Funktionen zu bieten. Die Zulassung durch die ACPR (Autorité de contrôle prudentiel et de résolution, französische Aufsichtsbehörde für Banken und Versicherungen) im Juni 2018 war der erste Schritt hin zu dieser Eigenständigkeit.

8. Welcher der vier Werte von Qonto (Ambition, Mastery, Teamwork, Integrity) spricht dich am meisten an? Was schätzt du am meisten am „Qonto Way“?

Da schwanke ich zwischen Ambition und Teamwork.

Ich würde sagen, dass Ambition das ist, was uns bei Qonto am besten charakterisiert, aber nicht im negativen Sinne. Ganz im Gegenteil: Wir haben den Ehrgeiz, für Selbstständige und KMU einen besseren Service ohne Hindernisse oder Zwänge zu schaffen.

Aber Teamwork ist natürlich der Wert, der mir Alltag am meisten hilft, weil ich für meine Projekte oft auf Menschen und Fähigkeiten innerhalb von Qonto zurückgreife und mich auf sie verlasse.

Der Aspekt des Qonto Way, der mir am meisten zusagt, ist der „One-Piece-Flow“: sich auf die wichtigsten Projekte und Aufgaben zu konzentrieren, diese auszugehen und bis zum Ende durchzuziehen, um keine Engpässe oder unnötigen Bestände in der Produktionskette zu schaffen.

9. Was würdest du potentiellen Bewerbern bei Qonto gern mit auf den Weg geben?

Wer von der Vision von Qonto überzeugt ist, sich gerne Herausforderungen stellt und vor allem lernen will, ist bei Qonto richtig! 🤗

Ich denke, dass Qonto mittlerweile aufgrund seiner Größe bezüglich Gehalt, Vergünstigungen, Aufstiegsmöglichkeiten und Aktivitäten die Vorteile einer großen Struktur hat. Und gleichzeitig bietet Qonto die Vorzüge eines jungen Unternehmens, in dem jeder Angestellte die Auswirkungen seines Handelns absehen kann.

11. Eine lustige Anekdote aus deiner Zeit bei Qonto ein?

Als ich erfahren habe, dass zwei Pariser Unternehmer dabei waren, eine Neobank für Geschäftskunden zu gründen, habe ich sofort versucht, mich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es aber nur offene Stellen für Programmierer, also habe ich das Kontaktformular auf der Webseite genutzt… das war im Oktober 2016.

Was ich nicht wusste: Das Team dachte erst, ich sei eine Konkurrentin, die Informationen über die Dienstleistungen von Qonto erhalten will. Aber das Qonto Team hat mir dann geantwortet und mich zu einem Mittagessen eingeladen… und daraus hat sich dann mehr entwickelt! 😉

Könnte dir auch gefallen...