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Wachstum im Scale-up-Rhythmus: Wie Start-ups nachhaltig wachsen 🌱 

April 08, 2022 by Qonto Deutschland

“Startup life is a rollercoaster” – Ein eigenes Business aufzubauen, kann manchmal ganz schön hart sein. 

Diese Erfahrungen machen viele Gründerinnen und Gründer. Herausforderungen halten nicht nur die Unternehmensgründung selbst bereit, sondern auch die Phasen danach: Wenn es darum geht, solide Grundlagen zu schaffen und zu skalieren. Denn auch während der Wachstumsphase lauern einige Fallen auf Start-ups. Ohne Rückschläge und schmerzhafte Learnings geht es dabei (fast) nie. 

Vielleicht haben auch Sie bereits diese Erfahrung gemacht? Oder Sie stehen am Beginn Ihres unternehmerischen Abenteuers und möchten sich bestmöglich gegen Unwägbarkeiten wappnen? In dem Fall halten wir eine gute Neuigkeit für Sie bereit: Gewisse Fehler lassen sich schon im Vorhinein vermeiden. 

Und genau um diese Learnings ging es im Business Talk von Xentral und Qonto, der am 31. März um 18:30 Uhr stattgefunden hat. Sie haben ihn verpasst, doch die Thematik interessiert Sie? Keine Sorge: Wir fassen die wichtigsten Punkte in diesem Artikel für Sie zusammen.

Vom Wachstum und seiner Bedeutung đź—ť

Der Business Talk fand zwischen Torben Rabe, dem deutschen Country Director von Qonto, und Benedikt Sauter, dem Gründer und CEO von Xentral, statt, wurde von José Carlos Aguilar moderiert und von über 90 interessierten Zuhörern mitverfolgt. 

Als Erstes ging es um die Frage, was Wachstum ĂĽberhaupt ist und weshalb ihm so viel Bedeutung zukommt. Dabei, so stand schnell fest, beinhaltet der Begriff fĂĽr jede/n etwas anderes. FĂĽr Benedikt Sauter beispielsweise bedeutet Wachstum Wissenserweiterung und Lernen. Aus diesem Wachstumsdrang im Sinne von Wissenserweiterung ist dann die Xentral ERP Software entstanden.

In einem nächsten Schritt – und auf dem erfolgreichen Produkt aufbauend – folgte das Umsatzwachstum, das ganz neue Möglichkeiten eröffnete und für jedes Unternehmen von großer Wichtigkeit ist: Mehr Leute können eingestellt werden, mehr entwickelt, neue Produkte lanciert werden. 

Letztlich, so schloss Benedikt Sauter, muss man sich fragen, was einem selbst wichtig ist: Es muss nicht immer um Wachstum im Sinne von Umsatz gehen – auch in einer Firma nicht. 

Ebenso wichtig ist es für ihn, dass das Geschäftsmodell der jeweiligen Gründerpersönlichkeit entspricht: „Das Geschäftsmodell muss zu Dir als Person passen.” 

Er selbst steht beispielsweise sehr gerne in direktem Austausch mit seinen Kunden und berät gerne. Entsprechend passt die Xentral ERP Software als Produkt perfekt zu ihm, da sie ihm genau diese Tätigkeiten ermöglicht.

Torben Rabe arbeitet als Country Director viel und eng mit den beiden Qonto Gründern Steve Anavi und Alexandre Prot zusammen, deren Ansporn in ihrer Mission liegt: Unternehmen eine ideale Finanzlösung zu bieten, die ihren Geschäftsalltag wirklich erleichtert. 

Bei der Gründung ihres ersten Startups Smok.io waren die beiden Qonto Gründer frustriert von ihren Erfahrungen mit klassischen Banken. Aus dieser Erfahrung ist Qonto entstanden, als Finanzlösung von Gründern für Gründer/innen und Unternehmer/innen. 


Warum Wachstum so wichtig ist? Ab einer gewissen Größe, so Torben Rabe, kann man mehr bewirken. Zum Beispiel hat sich ihm bei der Erschließung des deutschen Marktes die Wichtigkeit von Nutzeranalysen gezeigt. Je größer die User Basic ist, desto mehr Feedback kann erfragt, bessere Analysen können vorgenommen werden – und das Produkt kann immer genauer an die Kundenbedürfnisse angepasst werden. 

Wachstum in Firmen: der Umbau von klein zu groß 🏗

Als Nächstes warf José Carlos Aguilar die Frage auf, wie die jeweilige Firma aufgebaut wurde. Mussten Qonto oder Xentral irgendwann radikal umgebaut werden, auf dem Weg von einem kleinen Start-up zum schnell wachsenden und erfolgreichen Unternehmen?

Benedikt Sauter konzentrierte sich in der Regel auf die als Nächstes anstehende Etappe: Z. B. erschien ihm zunächst die Anstellung von 10 oder 25 Mitarbeiter/innen als fernes Ziel – und plötzlich war diese Etappe bereits erreicht. Oder als nächster Schritt stand an, dass Investoren einsteigen. Sein Tipp an Gründer/innen lautet: „Sprich immer mit Leuten, die schon weiter sind als Du.” Dies kann inspirierend sein. Und Sie können überlegen, ob das Vorgehen anderer Unternehmer/innen auch für Ihr Business in Frage kommt.

Doch natürlich, so hob Benedikt Sauter hervor, müssen sich die Prozesse der jeweiligen Unternehmensgröße anpassen. Eine Firma mit 200 Mitarbeiter/innen wird nicht mehr geführt wie eine mit 20. Wichtig findet er selbst es, Leute einzustellen, die viel Wissen hineinbringen. Und auch, mutig den eigenen unternehmerischen Weg weiter zu beschreiten; denn ein gewisses Risiko gehöre beim Wachsen mit dazu.

Auch Torben Rabe bekräftigte, dass ab einem gewissen Zeitpunkt Strukturen angepasst werden müssen. Dieser Punkt dürfe nicht verpasst werden und war für ihn bei ca. 200 Mitarbeiter/innen erreicht.

Auf Josés Frage, ob der Fokus von Qonto nun ein anderer sei als zu Beginn, antwortete er, dass Qonto’s Fokus schon immer auf dem Kundenbedürfnis gelegen habe. Entsprechend orientiert sich auch die Qonto App von Beginn an und bis jetzt an dem Bedarf der Nutzer/innen. 

Dabei musste in der Umsetzung und Planung bewusst priorisiert werden: Welche Features werden als Erstes entwickelt? Was können wir bieten, was andere nicht können? Beispielsweise hat Qonto zunächst ein Kernbankensystem gekauft, um sich bei der Produktentwicklung auf andere Bereiche konzentrieren zu können. Seit 2019 nutzte es dann sein eigenes. So traten mit der Zeit andere Learnings hinzu, an denen die jeweiligen Maßnahmen ausgerichtet wurden.

Insgesamt, so resümierte José Carlos Aguilar, ist bei der Entwicklung eines Business nichts in Stein gemeißelt. Unternehmer/innen sind gut beraten, immer flexibel zu bleiben.

Learnings fĂĽr Start-ups und (angehende) Unternehmer/innen đź’ˇ

Schließlich teilten die Gesprächsteilnehmer auch ihre Learnings, Do’s & Don’ts, die für durchstartende Unternehmer/innen interessant sein können.

Torben Rabe riet dazu, immer wieder den market fit für das eigene Produkt zu überprüfen, zu schauen, ob es den Bedürfnissen des jeweiligen Marktes entspricht. Insgesamt in loops zu denken, in Feedback-Schleifen: Das Produkt anpassen und die Resonanz darauf wieder zu überprüfen. 

Wichtig sind für ihn auch interessante Partnerschaften. Seiner Erfahrung nach ist es insbesondere auf dem deutschen Markt fundamental, Vertrauen zu schaffen. „Viele deutsche Kunden brauchen etwas dafür, Vertrauen zu schöpfen, aber wenn es geschaffen ist, sind sie treu.” Partnerschaften wie auch Qonto sie pflegt, tragen nicht nur zu einem umfassenden Produkt bei, sondern können auch eine Vertrauensbasis bilden und Kunden erreichen.

Bei den Don’ts riet Torben Rabe dazu, eine gute Unternehmenskultur nicht aus den Augen zu verlieren, insbesondere bei schnellem Wachstum. 

Benedikt Sauter ergänzte, dass insbesondere bei Start-ups viel von den Gründer/innen abhängig ist.

„Vom Samen bis zum Baum: Die Grund-DNA spürst Du immer.” 🧬  (Benedikt Sauter)

Er riet GrĂĽnder/innen dazu, zwei bis drei Werte aufzuschreiben, an die sie glauben. Diese sollten sich in weiteren Entscheidungen widerspiegeln, beispielsweise auch im Recruitment.

Als José Carlos Aguilar zuletzt nach schmerzhaften Learnings fragte, erläuterte Torben Rabe beispielhaft eine seiner Erfahrungen bei der Erschließung des für Qonto neuen Marktes Deutschland. So laufe vieles doch anders, als man es sich vielleicht vorgestellt habe. Qonto beispielsweise ging zunächst mit einer französischen IBAN an den deutschen Markt. Obwohl das für die Abwicklung von Transaktionen keinerlei Auswirkungen hat, zeigte sich, dass es für die potentiellen Kunden durchaus einen Unterschied machte – Stichpunkt Vertrauen. 

Und so ist Qonto mit einem leicht modifizierten Produkt an den deutschen Markt gegangen, das es dann mit der Zeit im try & error-Verfahren weiter angepasst hat (und immer weiter entwickelt). 

Benedikt Sauter hob außerdem hervor, wie wichtig Geduld und Zeit seien. Es gehe nicht alles schnell, einige Dinge bräuchten ihre Zeit. Wenn allerdings das Produkt gut sei, sei das bereits ein sehr gutes Instrument, da es für sich schnell sprechen könne. Dann sei es an der Zeit, die nächsten Themen anzugehen.

Der Business Talk schloss mit einer Q/A-Session ab. Hierzu waren von den interessierten Zuhörer/innen verschiedene Fragen eingereicht worden. Auch hier wurde ersichtlich, wie wichtig klare und angepasste Strukturen für das Vorankommen eines Unternehmens sind. Außerdem, so Benedikt Sauter, sollte das Augenmerk auf die richtigen Tools gelegt werden, die mitwachsen können und die Ihnen bei repetitiven Aufgaben den Rücken freihalten können. 

Letztlich, so schloss das Gespräch einmütig, kann das Wachstum eines Business dann gut funktionieren, wenn alle auf das Selbe hinarbeiten. 

Möchten Sie mehr über die Mission, die Gründer und die Anfänge von Qonto erfahren – einem Unternehmen, das 2017 gegründet wurde und mittlerweile auf vier europäischen Märkten vertreten ist und mit 4,4 Mrd. Euro bewertet wird? Dann schauen Sie auf dieser Seite vorbei. 

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