August 05, 2020 by Qonto

Geldüberweisung ins Ausland – Tipps und Hinweise im Überblick

Was kosten Auslandsüberweisungen und wie können Sie teure Gebühren vermeiden?

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Unter einer Auslandsüberweisung versteht man eine Überweisung an ein ausländisches Konto. Innerhalb der Europäischen Union wird für das Überweisen von Geld ins Ausland immer die SEPA-Überweisung genutzt, für Überweisungen in nicht europäische Länder gibt es andere Regeln. Was Sie bei einer Auslandsüberweisung beachten müssen, haben wir im Folgenden übersichtlich zusammengefasst. 

Transfer von Geld innerhalb der EU

Um eine Geldüberweisung in der EU beziehungsweise dem europäischen Wirtschaftsraum zu tätigen, muss der Sender sowie der Empfänger ein Bankkonto in der EU haben. Der Geldtransfer erfolgt einfach per SEPA-Überweisungsverfahren, bei der der Überweisungsbetrag in Euro angegeben werden muss. Wichtig ist zudem, dass die zum Geldempfänger passende IBAN, also die International Bank Account Number, sowie BIC, kurz für Business Identifier Code, bekannt ist. Hinter der IBAN verbirgt sich die 20-stellige Kontonummer mit der Kennzahl des Landes, in dem sich das Girokonto bzw. Geschäftskonto befindet, der Bankleitzahl und die Kontonummer des Geldempfängers. Die IBAN und BIC wird auch für Geldüberweisungen in Deutschland verwendet. Die BIC ist die elf- oder zwölfstellige Bankleitzahl der Empfängerbank, die sich aus einem Code für die Bank, einem Kürzel für das Lander sowie einer Buchstabenkombination, die für die spezifische Filiale steht, zusammensetzt. Oftmals wird bei einer Online-Überweisung die BIC einfach direkt automatisch ausgefüllt und der Geldsender muss diese so nicht extra selbst eintragen.

Das SEPA-Verfahren dient zur Vereinfachung des Zahlungsverkehrs in der EU. Dabei geht die Überweisung über die folgenden Wege vonstatten (nicht jede Bank bietet alle Methoden an, mehr erfahren Sie über einen entsprechenden Vergleich aller Anbieter):

  • Online-Banking
  • SB-Überweisungsschalter
  • Überweisungsformular 

Transfer von Geld ins außereuropäische Ausland

Wenn Geld an ein Bankkonto außerhalb der EU überwiesen werden soll, wie beispielsweise in die USA, kann das SEPA-Verfahren nicht genutzt werden. Unabhängig davon benötigen Sie jedoch auch in diesem Fall die Bankverbindung des Empfängers. Zudem müssen Sie bei dem Transfer von Geld in das nichteuropäische Ausland angeben, in welcher Währung Sie den Betrag an das Konto des Geldempfängers bezahlen wollen. Sie sollten die SWIFT-Nummer der Empfängerbank zur Hand haben, die Sie anstatt der BIC angeben müssen. 

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Qonto bietet SWIFT-Überweisungen für Unternehmen in Deutschland an. Über ein Online-Konto können Firmen bequem und einfach Fremdwährungsbeträge ins außereuropäische Ausland überweisen – und das zu dauerhaft niedrigen Wechselgebühren von nur 1 % (berechnet auf den tagesaktuellen Wechselkurs).

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Gebühren bei Überweisungen ins Ausland

Mit der Einführung des SEPA-Überweisungsverfahrens werden in der EU kaum noch Gebühren für eine Überweisung von Geld erhoben. Dies gilt nur, wenn der Betrag zu einem Bankkonto in der EU überwiesen wird und das Geld in Euro ausgewiesen wird. Wird das Geld jedoch an ein Konto außerhalb der EU gesendet, gehen diese Überweisungen definitiv mit Kosten einher. 

Gebühren in der EU

In der EU werden Gebühren für die Überweisung erhoben, wenn die Geldsumme besonders hoch ist. Bei einem Geldtransfer von über 50.000 Euro kann das SEPA-Verfahren nicht mehr genutzt werden und die Banken entscheiden über die Überweisungsgebühren. Außerdem kann die Bank eine Verwaltungsgebühr erheben, wenn die Angaben auf dem Überweisungsbeleg fehlerhaft waren und diese somit einen erhöhten Verwaltungsaufwand für den Transfer hatte. 

Welche Kosten fallen beim Überweisen ins außereuropäische Ausland an?

Wird Geld an Konten außerhalb der EU gesendet, werden oftmals Gebühren erhoben. Die Kosten können bei bis zu 10 Prozent pro Zahlung liegen, dass sich bei einem Transfer von 1000 Euro Gebühren von 100 Euro ergeben. Die zusätzlichen Kosten setzen sich aus den Extragebühren für die Umrechnung der Wechselkurse und den Überweisungsgebühren zusammen. 

Es ist jedoch nicht gegeben, dass Sie diese Kosten alleine tragen müssen. Es besteht die Möglichkeit der Gebührenaufteilung:

  • OUR: der Sender trägt allein die Überweisungsgebühren
  • SHARE: die Überweisungsgebühren werden zwischen Empfänger und Sender aufgeteilt
  • BEN: der Empfänger des Geldes übernimmt alle anfallenden Kosten für die Überweisung

Gut zu wissen: Beziehen Sie immer mehr Produkte aus dem außereuropäischen Ausland und bezahlen diese per SWIFT-Überweisung?

Wenn Sie für Ihre Unternehmen Produkte von Anbietern außerhalb der EU kaufen, erkundigen Sie sich, ob Sie dafür eine Mehrwertsteuer zahlen müssen (bei Transaktionen innerhalb der EU siehe auch Umsatzsteuer-ID sowie Reverse Charge).

Stellen Sie selbst Ihren ausländischen Kunden steuerpflichtige Beträge in Rechnung (siehe auch Sollversteuerung sowie Selbstkosten), lässt sich dieser Betrag in der Regel im Rahmen Ihrer Umsatzsteuererklärung abziehen. 

Alternative Möglichkeiten für den Transfer von Geld ins Ausland

Sie als Verbraucher müssen den Geldtransfer ins Ausland nicht immer zwangsläufig über Banken oder Ihre Kreditkarte regeln. Es gibt verschiedene weitere Unternehmen, die das Zahlen von Geld an ausländische Konten übernehmen. Unternehmen wie Transferwise, Western Union, PayPal und Moneygram zahlen für Sie das Geld an die ausländischen Konten, auch für inländische Geldüberweisungen können Sie diesen Service nutzen. Insbesondere die Geschwindigkeit bei der Zahlung ist bei diesen Transfer-Diensten überzeugend, denn die Geldsumme ist in der Regel innerhalb nur weniger Minuten bei der Empfängerseite angekommen und diese kann schnell über den Betrag verfügen.

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