August 05, 2020 by Qonto

Was ist SWIFT und wofür wird der Swift-Code gebraucht?

Teilnehmer des internationalen Bankennetzwerks SWIFT lassen sich durch den BIC (Business Identifier Code) identifizieren. In der Finanzindustrie wird er auch SWIFT-Code genannt.

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Damit der nationale und internationale Geld- beziehungsweise Überweisungsverkehr reibungslos und schnell funktionieren kann, braucht er eine gute Organisation und eine speziell auf diese Zwecke abgestimmte Infrastruktur. Beides übernimmt die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication – kurz SWIFT

Vorab einige Fakten zur Organisation SWIFT: 

  • Verband der internationalen Banken 
  • Auch Börsen oder Brokerhäuser gehören diesem an
  • Gegründet wurde SWIFT im Jahr 1973
  • Die internationale Organisation hat ihren Hauptsitz im belgischen La Hulpe
  • Daneben finden sich weitere SWIFT Operating Center (OPC) in den Niederlanden, den USA und der Schweiz
  • SWIFT wird von einem achtköpfigen Vorstand geleitet. Die Aufsicht führt ein Board mit Vertretern internationaler Großbanken und ebenso besitzen die Zentralbanken der G10-Staaten wie Deutschland eine Aufsichtsfunktion

Bedeutung der SWIFT-Organisation

Das von der Organisation betriebene Kommunikationsnetzwerk wickelt den kompletten Nachrichtenaustausch und genauso Geldüberweisungen zwischen mehr als 11 000 Finanzinstituten in über 200 Ländern ab. 

Jedes Institut verwendet dabei einen eigenen SWIFT-Code, der es eindeutig in dem System identifiziert. Im Jahr 2018 wurden mit dem SWIFT-Code als oberste Kennung täglich im Schnitt über 35 Billionen Euro von Bank zu Bank rund um den Globus transferiert. Dabei unterscheiden sich zwei Arten von SWIFT-Mitgliedern beziehungsweise Teilnehmern:

Aktive SWIFT-Teilnehmer

Diese Institute sind direkt an die SWIFT-Rechner angeschlossen und bilden einen Teil des weltweiten Bankennetzwerks.

Der digitale Banking Service Qonto ist ein aktives Netzwerk-Mitglied und kann damit SWIFT-Überweisungen für Unternehmen anbieten. Über das Qonto Online Geschäftskonto können Firmen bequem und einfach Fremdwährungsüberweisungen ins außereuropäische Ausland senden – und das zu dauerhaft niedrigen Wechselgebühren von nur 1 %. Qonto ist das ideale Geschäftskonto für modernes Kostenmanagement im Team. Auch Selbstständige vereinfachen sich die Finanzkontrolle mit Qonto und können in Echtzeit Einnahmen und Ausgaben bzw. den Cashflow ihres Geschäfts tracken – selbst von unterwegs

Übrigens: Für einen ausgeglichenen Finanzhaushalt ist wiederum die präzise Berechnung der Selbstkosten der angebotenen Dienstleistungen und Waren unabdingbar.

Passive SWIFT-Teilnehmer

Sie besitzen keinen direkten Anschluss und können somit auch nicht direkt für Nachrichten oder Überweisungen erreicht werden. Oft handelt es sich hier um kleinere Kreditinstitute, die internationale Geldgeschäfte über einen Verbund mit einer angeschlossenen Zentralbank abwickeln.

Aktive und passive Teilnehmer lassen sich durch ihren Identifier, den SWIFT-Code, schnell unterscheiden. Auch ganz normale Bankkunden können das leicht anhand ihres Business Identifier Code (BIC) erkennen. Er ist identisch mit dem SWIFT-Code und durch die Vereinheitlichung des EU-Zahlungsverkehrs wird er schon über einige Jahre als Ersatz der alten Bankleitzahl neben der IBAN häufiger für Überweisungen oder Lastschriftermächtigungen benötigt.

Sie beziehen regelmäßig Waren aus dem außereuropäischen Ausland und bezahlen diese per SWIFT-Überweisung?

Gut zu wissen: Wenn Sie für Ihre Unternehmen Waren von einem Anbieter außerhalb der EU kaufen (die Sie per SWIFT bezahlen können), informieren Sie sich, ob Sie dafür eine Mehrwertsteuer entrichten müssen. Bei Geschäften mit dem EU-Ausland greift wiederum in vielen Fällen das Reverse-Charge-Verfahren.

Erzielen Sie steuerpflichtige Umsätze, lässt sich dieser Betrag in der Regel im Rahmen Ihrer Umsatzsteuererklärung abziehen, unabhängig davon, ob Sie unter die Ist- oder die Sollversteuerung fallen.

SWIFT-Code oder BIC verstehen

Der Code verwendet immer acht oder elf Stellen mit alphanumerischen Zeichen. Die achtstelligen Varianten identifizieren Kreditinstitute als Ganzes und mit den drei weiteren Stellen lassen sich zusätzlich einzelne Filialen adressieren.

Der Aufbau funktioniert nach diesem Muster:

  • Zuerst steht ein vierstelliger Bankcode.
  • Dann folgt ein zweistelliger Ländercode.
  • Die nächsten beiden Stellen codieren einzelne Orte – in der Regel die der Hauptniederlassung.
  • Optional endet die Codierung dann mit einer dreistelligen Filialkennzeichnung.

BIC und SWIFT-Code: Beispiele

  • Die Postbank besitzt den Code PBNKDEFF.
  • Der Code einer Sparda-Bank besteht dagegen je nach Region beispielsweise aus diesen Zeichen: GENODED1 oder GENODEF1 gefolgt von einem Filialcode.

Mit etwas Fantasie lässt sich der Bankenname leicht aus den Codes herauslesen. Ein eindeutiger Ländercode – wie hier DE für Deutschland – sorgt dafür, dass außerdem das Heimatland der Banken leicht zu erkennen ist. An der achten Stelle unterscheiden sich schließlich aktive und passive SWIFT-Teilnehmer. Letztere sind hier immer durch eine 1 gekennzeichnet. Am Beispiel der Sparda-Banken wird schnell klar, warum: Die Genossenschaftsbanken sind immer Teil eines regionalen Verbundes, wo nur die Zentralinstitute direkt an das SWIFT-System angebunden sind.

Den Code der eigenen Bank finden

Der Business Identifier oder SWIFT-Code der Hausbank findet sich schnell über Suchmaschinen wie Google, im Impressum der Bank-Homepage oder auch in Kontodetails beim Banking online. 

Bei täglichen bargeldlosen Geldgeschäften ist meistens eine andere Nummer ohnehin viel wichtiger: die IBAN. (Zu Bargeldvorgängen in einem Unternehmen siehe hingegen Kassenbericht.)

IBAN

Auch die International Bank Account Number oder IBAN ist mit der Vereinheitlichung des internationalen Zahlungsverkehrs zum Standard geworden. In ihr vereinen sich die alte Bankleitzahl mit der jeweiligen Kontonummer. Voransteht steht dieser Kombination immer ein Ländercode gefolgt von zwei Prüfziffern. In Deutschland ergibt das insgesamt eine Länge von 22 Stellen für die neue Kontonummer, die neben dem Namen des Empfängers für alle Inlandsüberweisungen als Angabe ausreicht.

Seit Anfang Februar 2016 besteht europaweit eine IBAN-Pflicht für nationale wie internationale Überweisungen. Dabei war die Nummer schon lange vorher nutzbar. Bereits seit der Euro-Einführung konnten mit ihr und der BIC-Kennung sogenannte EU-Überweisungen getätigt werden. Diese mussten Bankinstitute für Privatkunden oder Unternehmen zu den gleichen Konditionen ausführen wie Inlandsüberweisungen, wogegen sie vorher für Auslandsüberweisungen noch zum Teil hohe Zusatzgebühren verlangen konnten.

Auf Ihren Rechnungen sollte neben den Pflichtangaben (wie Ihrer Steuernummer bzw. Umsatzsteuer-ID) immer auch Ihre Bankverbindung in Form der Firmen-IBAN erscheinen, damit Kunden im In- und Ausland diese Informationen bei der Rechnungsbegleichung nicht lange suchen müssen.

SEPA-Überweisungen

Die EU-Überweisung gibt es heute nicht mehr. Es folgte ein neuer Standard, der neben den EU-Nationen auch viele weitere Länder Europas in die Single European Payments Area, den Europäischen Zahlungsraum oder kurz SEPA, einbezieht.

Insgesamt können damit SEPA-Überweisungen oder -Lastschriften in 36 Ländern genauso einfach und zu gleichen Kosten abgewickelt werden wie eine Inlandstransaktion. Hierfür müssen lediglich IBAN und BIC des Empfängers auf den Überweisungsträgern, Lastschriftermächtigungen oder bei einer Überweisung online eingetragen werden.

Qonto ist sowohl Teil des SEPA- als auch an des SWIFT-Netzes.

Als Unternehmer können Sie über Ihr digitales Firmenkonto Überweisungen in die meisten Länder der Welt und in die meisten Währungen senden. Auch können Sie Kundenüberweisungen aus der ganzen Welt empfangen, unabhängig von der Währung.

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