October 29, 2021 by Qonto

GeldKarte als Alternative zum Bezahlen

Die kontounabhängige GeldKarte ist die "elektronische Geldbörse" der Deutschen Kreditwirtschaft und dient als Kleingeldersatz im Alltag.

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Was ist eine Geldkartenfunktion? Die Bank- oder Girokarte als rein deutsches System, die Maestro-Karte für den internationalen Einsatz und natürlich die Kreditkarten der großen Kartenunternehmen kennt jeder zum Bezahlen oder zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten. Daneben gibt es aber noch eine weitere Karte, die bei vielen Gelegenheiten das Bargeld ersetzen kann:

Was ist eine GeldKarte?

Eine GeldKarte – als Eigenname besonders geschrieben – unterscheidet sich wesentlich von klassischen Giro- und Kreditkarten, die Sie bei Ihrer Bank beantragen können. Sie will ausschließlich ein elektronisches Pendant zum Portemonnaie sein. Die GeldKarte ist mit nicht mit einer klassischen Kreditkartennummer bzw. Prüfnummer verbunden.

Bezahlen mit GeldKarten

Doch was ist eigentlich die Geldkartenfunktion dieser elektronischen Geldbörse? An allen Akzeptanzstellen für die Geldkarte können Sie mit ihr bargeldlos ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift bezahlen. Im Girogo-System zahlen Sie sogar ohne Kontakt der Karten, indem Sie Ihre Geldkarte einfach vor ein Lesegerät halten. Diese Karten besitzen im täglichen Einsatz keine direkte Verbindung zu Ihrem Girokonto, sondern nutzen immer ein Guthaben, das sie auf einen Chip auf den Karten aufladen müssen.

Aufladen

Dazu gibt es separate Ladeterminals oder Sie nutzen einen geeigneten Geldautomaten und laden den Chip der GeldKarten per Kontoabbuchung mit bis zu 200 Euro schnell auf. Der Aufladungsbetrag wird immer Ihrem Girokonto belastet, wenn die Karte mit GeldKarten-Funktion von Ihrem Kreditinstitut stammt. Alternativ finden Sie aber ebenso von mehreren Ausgabestellen eine kontounabhängige Geldkarte, die wie eine Prepaid-Karte zum Bezahlen funktioniert. Hier sind Aufladungen online oder bei teilnehmenden Banken und anderen Stellen möglich.

Entstehung und Verbreitung des GeldKarten-Systems

Das System wird vom Unternehmen EURO Kartensysteme GmbH getragen. Dahinter steht die Deutsche Kreditwirtschaft (DK), die Karten und System kurz vor der Jahrtausendwende einführte. Mit den Chipkarten sollte ein neues bargeldloses Zahlungssystem entstehen, das vor allem für Kleinstbeträge gedacht war – die Tüte Brötchen beim Bäcker oder ein Getränk vom Kiosk beispielsweise. Bei solchen kleinen Einkäufen akzeptierte damals kaum ein Händler Geld- oder Kreditkarten, sondern ausschließlich Barzahlung. Von diesem ständigen Bargeldaustausch sollte das System Händler und Bankkunden befreien. Anfangs nahmen neben Sparkassen auch Volks- und Raiffeisenbanken oder die Deutsche Bank teil. In der Folge gaben alle diese Kreditinstitute ihre neuen Girokarten mit Chip aus.

Akzeptanz

Rund fünf Jahre nach der Einführung war das System 2006 auf über 60 Millionen Girokarten installiert. 2016 gab es sogar über 90 Millionen Karten mit Bezahl-Chip. Dennoch kündigten erst Volks- und Raiffeisenbanken und später die Deutsche Bank ihren Ausstieg aus dem System an. Ab 2018 gaben diese Banken keine neuen GeldKarten mehr aus. Das hatte einen einzigen Grund: Trotz mehr als 400.000 Akzeptanzstellen wurde das System im Laufe der Zeit immer weniger genutzt. Schon in den Anfangsjahren lag die Nutzung in der Spitze nur bei rund 15 Prozent aller ausgegebenen Karten. In den Zehnerjahren verzeichneten die Genossenschaftsbanken dann sogar weniger als ein Prozent aktive Nutzung bei ihren Karten. Einzig die Sparkassen halten die GeldKarte noch hoch. Als kontounabhängige oder kostenlose GeldKarte und mit Girogo für Zahlungen ohne Kontakt hat das System zuletzt aber sogar wieder neue Bedeutung erlangt.

Kontounabhängige GeldKarte oder White Card

An Parkautomaten oder zum Altersnachweis an Zigarettenautomaten finden die Chipkarten noch die häufigste Verwendung. Es gibt daneben aber auch exklusive Partner wie den Münchner Verkehrsbund, der bei Ticketkäufen per Karte sogar Rabatte gewährt. Außerdem unterstützen viele Kantinen in Schulen und Unternehmen das System. Zuletzt haben sich die Karten als kontounabhängige Geldkarte dann bei einer ganzen Reihe von Konzert- oder Sportveranstaltungen neu etabliert. Manche Vereine haben damit ein eigenes bargeldloses Zahlungssystem in ihren Stadien etabliert. Hier liegt mit Sicherheit eine Zukunftsperspektive des GeldKarten-Systems. In anderen Bereichen dürften kontoabhängige Karten, die nun ausschließlich von Sparkassen neu ausgegeben werden, aber weiter an Bedeutung verlieren. Die Gründe für diese Entwicklung werden hier noch einmal deutlich:

Vorteile der GeldKarte

  • ersetzt bei vielen Gelegenheiten das Bargeld
  • erleichtert und verkürzt kleine Bezahlvorgänge, als Zusatzkarte zu Kreditkarten möglich
  • gute Budgetkontrolle und Sicherheit, weil Sie nur maximal 200 Euro laden können

Aber die GeldKarte zeigt auch eine ganze Reihe von Minuspunkten.

Nachteile

  • ausschließlich in Deutschland nutzbar
  • schwindende Zahl von Akzeptanzstellen
  • Bezahlung ohne Identitätsnachweis – jeder kann das Kartenguthaben nach Diebstahl oder Verlust aufbrauchen
  • keine Haftung für Kartenguthaben oder Buchungen – das Risiko liegt ganz allein bei Ihnen und Rückbuchungen sind unmöglich
  • Onlinezahlungen sind möglich, erfordern aber ein Kartenlesegerät
  • kontounabhängige Karten tragen Verfallsdaten und auch ein Guthaben verfällt einige Monate später

Fazit zur GeldKarte

Es gibt wenig Gründe, warum diese Karten noch einmal über ihr Nischendasein hinauswachsen sollten. Im direkten Vergleich zeigen klassische Bankkarten oder Mastercard Firmenkarten von Qonto einfach mehr Vorteile im Alltag.

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