Da es vom Finanzamt wie ein reguläres Bankkonto behandelt wird, unterliegt ein PayPal Vereinskonto denselben buchhalterischen und steuerlichen Anforderungen wie das klassische Vereinsgirokonto.
Wenn Sie ein PayPal Vereinskonto eröffnen, achten Sie daher am besten von Beginn an auf eine vollständige und transparente Erfassung aller Einnahmen und Ausgaben in Ihrer Vereinsbuchhaltung. Jeder Zahlungsvorgang muss mit Beleg dokumentiert werden. Das gilt für Spenden, Mitgliedsbeiträge und sonstige Einnahmen. Außerdem muss der Verwendungszweck und die Ertragsart angegeben werden.
PayPal stellt für diesen Zweck verschiedene Online-Berichte und Kontoauszüge bereit, die alle Spendeneingänge, Zahlungsdaten und Spender:innen-Informationen in Echtzeit abbilden. Diese Unterlagen sollten lückenlos archiviert und mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden, um den GoBD- und steuerrechtlichen Vorgaben zu entsprechen.
Mit der EU-Richtlinie DAC7 wurden zusätzliche Meldepflichten für bestimmte Plattformumsätze eingeführt. Je nach Geschäftsmodell und Höhe der Umsätze kann es dazu kommen, dass PayPal bestimmte Daten automatisch an das Bundeszentralamt für Steuern meldet.
Darüber hinaus kann das Finanzamt im Rahmen von Gemeinnützigkeits- und Betriebsprüfungen gezielt PayPal Konten abfragen und vollständige Auszüge verlangen.
Damit Ihr Verein die Anforderungen an Transparenz und Buchhaltung zuverlässig erfüllt, haben sich folgende Maßnahmen in der Praxis bewährt:
- Verwenden Sie eine eigene Vereins-E-Mail-Adresse und richten Sie ein PayPal Business-Konto ausschließlich für den Verein ein. Vermeiden Sie Mischkonten oder Privatkonten.
- Übertragen Sie das Guthaben regelmäßig vom PayPal Konto auf das Vereinsgirokonto und nutzen Sie PayPal eher als durchlaufende Kasse, nicht als Sparkonto.
- Legen Sie klare interne Regeln fest, wer Zugriff auf das PayPal Vereinskonto hat, und kontrollieren Sie die Transaktionen regelmäßig durch den Kassenwart oder Vorstand.