Sinnvoll ist ein Doppelstockmodell vor allem für ertragsstarke, wachstumsorientierte Unternehmen mit längerfristig stabilen Gewinnen. Typische Anwendungsfelder sind zum Beispiel:
- größere Familienunternehmen mit geplanter Nachfolge
- Unternehmensgruppen mit mehreren Beteiligungsgesellschaften
- Immobilienstrukturen, in denen Vermögensschutz und Steuerplanung im Vordergrund stehen.
In Einzelfällen kommt die Struktur auch bei gezielt vorbereiteten Wegzügen ins Ausland zum Einsatz.
Für kleinere Betriebe mit wenigen Beteiligungen, moderaten Gewinnen und ohne konkrete Exit‑, Wegzugs‑ oder Nachfolgepläne ist eine doppelstöckige Holding unnötig komplex, weil die zusätzlichen Gründungs‑ und Verwaltungskosten den Nutzen übersteigen können. Viele der steuerlichen und organisatorischen Vorteile lassen sich bereits mit einer einfachen Holdingstruktur erreichen, während die zweite Ebene keine automatischen Mehrvorteile bringt, aber die rechtliche und organisatorische Komplexität erhöht.