Steuertipps für Selbstständige 

Selbstständige haben viele Ausgaben. Einen Teil davon können Sie dank einfacher Tipps von der Steuer absetzen, um Ihre Steuerlast zu senken. Qonto’s digitales Geschäftskonto vereinfacht Ihre Finanzverwaltung und verschafft Ihnen klaren Überblick über alle Buchungen. Und die Steuererklärung ist schon halb erledigt!

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Welche Steuern zahlen Selbstständige? 

Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen zahlen für ihre kommerzielle Tätigkeit diverse Steuern an das Finanzamt. Welche Steuern Sie zahlen und und in welcher Höhe sie zu entrichten sind, hängt von der Rechtsform Ihrer Selbstständigkeit ab. 

Einkommensteuer 

Diese Steuer wird einmal pro Jahr für Selbstständige mit einer Personengesellschaft fällig. Bei einem Einkommen ab 9.409 Euro für Ledige bzw. ab 18.816 Euro für Paare oder Verheiratete ist eine Einkommensteuer von sechs Prozent zu zahlen. Der Durchschnittssteuersatz steigt mit wachsendem Einkommen. Dabei liegen die Spitzensteuersätze bei 42 beziehungsweise 45 Prozent. Bei Selbstständigen ist das Einkommen gleichbedeutend mit dem Gewinn des Unternehmens. Diesen ermitteln Sie über die einfache Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Auf die Einkommensteuer werden zudem Annexsteuern erhoben: der Solidaritätszuschlag von 5,5 % und die Kirchensteuer je nach Bundesland von 8 bzw. 9 Prozent.  

Körperschaftsteuer

Selbstständige mit einer Kapitalgesellschaft (zum Beispiel einer GmbH) zahlen eine Körperschaftsteuer von 15 % des Gewinns. Weiterhin fällt ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf diese Steuer an. Gesellschafter zahlen bei der Gewinnausschüttung eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % sowie ebenfalls einen Solidaritätszuschlag von 5,5 %.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer eine indirekte Steuer, die im Verkaufspreis Ihrer Waren und Dienstleistungen enthalten ist. Die Umsatzsteuerpflicht gilt für alle Unternehmen – auch Selbstständige sammeln sie im Auftrag der Regierung ein. Einzige Ausnahme bleibt die Gruppe der Kleinunternehmer: Von der Umsatzsteuer ist befreit, wer im vergangenen Kalenderjahr weniger als 22.000 Euro und im aktuellen weniger als 50.000 Jahresumsatz erzielt hat. In diesem Fall wird die Umsatzsteuer auch nicht auf den Rechnungen des Unternehmens angegeben.

Gewerbesteuer

Diese Steuer erheben die Gemeinden auf die Ertragskraft von Unternehmen und wird fällig, sobald ein Gewerbe angemeldet ist. Das bedeutet, dass zum Beispiel Freiberufler und einige andere Selbstständige keine Gewerbesteuer abführen müssen. Die jeweilige Gemeinde verlangt einen sogenannten Hebesatz, wobei dieser je nach Region und Ertrag des Gewerbes unterschiedlich hoch ausfällt. Für Einzelunternehmen und Personengesellschaften gilt ein jährlicher Freibetrag von 24.500 Euro.

Gut zu wissen

Im Zuge der Corona-Krise haben (Solo-)-Selbstständige und Freiberufler mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung (ohne Rückzahlung) in Form von staatlichen Zuschüssen und Steuersenkungen sowie -stundungen in Anspruch zu nehmen. Mehr Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums.

Steuertipps für Selbstständige

Viele Gründer und Selbstständige fragen sich, wie sie ihren zu versteuernden Gewinn verringern können, um Steuern zu sparen. Die gute Nachricht: Selbstständigen steht ein gewisser Spielraum in Sachen Steuern offen. Zum Beispiel können sie eine Reihe ihrer betrieblichen Ausgaben von der Steuer absetzen. Lesen Sie unsere Steuertipps, um mehr zu erfahren.

1. Betriebsausgaben erkennen und absetzen 

Im Einkommenssteuerrecht sind Betriebsausgaben nur vage definiert, sodass viele Ausgaben als abzugsfähige geschäftliche Ausgaben beim Finanzamt geltend gemacht werden können. Das sind zum Beispiel:

• Bürobedarf 

• Werbekosten

• Reisekosten

• Arbeitsmittel

• Bewirtung

• Firmenwagen

Bei vielen Selbstständigen passiert es schnell, dass private und betriebliche Ausgaben ineinanderfließen. Ein Beispiel: Ein Kunde besucht Sie im Büro und sie bieten privat gekaufte Getränke und Snacks an. Ein Klassiker unter den Steuertipps lautet: Private und geschäftliche Ausgaben sollten Sie immer streng auseinanderhalten – denn Ihre betriebliche Ausgaben können Sie von der Steuern absetzen, wenn sie durch Belege gerechtfertigt sind. Mit Qonto geht dies besonders leicht: Den Beleg bzw. die Rechnung scannen Sie ganz einfach direkt nach Zahlungen über die Qonto App und speichern sie unter der passenden Transaktion ab. Vergessen Sie als Selbstständige nicht, neben größeren Anschaffungen auch alle geringe Betriebsausgaben zu dokumentieren. Auch kleine Beträge können am Ende des Jahres beträchtliche Summen Geld ergeben, die Sie beim Finanzamt geltend machen können, um Steuern zu sparen. 

 

2) Fahrten mit dem Dienstwagen absetzen

Viele Unternehmer benötigen ein Fahrzeug für die Ausübung ihrer Aktivität. Wird das private Auto zwischen 10 und 50 Prozent für betriebliche Zwecke genutzt, können Sie die geschäftlichen Fahrtkosten beim Finanzamt geltend machen. Sollten Sie Ihr Fahrzeug zu mehr als 50 Prozent für Ihr Unternehmen nutzen, wird dieses sogar zum Betriebsvermögen gezählt, sodass Sie die Kosten für die Anschaffung über die Jahre der Benutzung anteilig abschreiben können. Vielleicht nutzen Sie privates Fahrzeug aber auch nur gelegentlich für Ihr Unternehmen. Auch in diesem Fall müssen Sie die Ausgaben für betriebliche Fahrten nicht allein tragen: Jeden Kilometer können Sie pauschal mit 0,35 Euro bei der Steuer absetzen. Dazu reicht es, Ihre betrieblichen Fahrten mit Datum, Anlass, Fahrziel und gefahrenen Kilometern beispielsweise in einem Fahrtenbuch zu notieren.  Auch hier gilt das Prinzip: Viele noch so kleine Beträge ergeben über das Jahr hinweg Summen, die es lohnt zu dokumentieren, um bei den Steuern zu sparen. 

3) Kosten für das Arbeitszimmer

Selbstständige, die in einem externen Büro arbeiten, können alle anfallenden Bürokosten einschließlich der Telekommunikation von der Steuer absetzen. Wer ein Arbeitszimmer innerhalb der privaten Wohnung nutzt, sollte darauf achten, dass der Arbeitsbereich klar vom Wohnbereich abgegrenzt ist. Erst dann können alle mit dem Büro verbundenen Ausgaben richtig ermittelt und beim Finanzamt geltend gemacht werden. Ob Miete, Strom- oder Renovierungskosten: Diese Ausgaben können Sie anteilig anerkennen lassen und damit bei den Steuern sparen. Auch Kosten für die Telekommunikation können abgesetzt werden, wenn Sie in der privaten Wohnung arbeiten: Mindestens mit einer Monatspauschale von 20 Euro oder auch mit Anteil von 30 bis 40 Prozent, unter der Bedingung einer nachvollziehbaren Darlegung.

Weiterer Tipp: Viele Unternehmer wissen nicht, dass sowohl Ihr Schreibtisch und auch alle Arbeitsutensilien (wie Stifte, Papier, Taschenrechner) zu den Betriebsausgaben gehören und damit steuerlich absetzbar sind. Hier gilt es eine einfache Regel zu beachten: Damit ein Gegenstand vom Finanzamt als vollständig absetzbares Arbeitsmittel anerkannt wird, müssen Sie eine betriebliche Nutzung von mindestens 90 Prozent vorweisen können. Zu diesen Arbeitsmitteln zählen: 

  • Arbeitsfördernde Einrichtungsgegenstände wie Schreibtisch, Schreibtischstuhl und -lampe oder Bücher- und Aktenregale. 
  • Arbeitsgeräte (Laptop, Taschenrechner, Locher etc.) 
  • Bürobedarf (zum Beispiel Stifte und Papier)

Viele Unternehmer brauchen für ihre Tätigkeit bestimmte Hardware, wie einen Computer, Drucker und andere technische Ausstattung.  Betrieblich genutzte Hardware beim Finanzamt als Betriebsausgabe angegeben werden, wozu eine Abschreibung nötig ist. Wert bzw. Anschaffungskosten des Laptops werden über drei Jahre (Smartphone über 5 Jahre) abgeschrieben.

4) Fortbildung, Website, Geschenke… Sparen Sie Steuern!

Selbstständige können vielfältige Betriebsausgaben haben. Ein weiterer Tipp zum Thema Steuern lautet: Auch Kosten für Fachliteratur bzw. -zeitschriften sowie Fortbildungen können Sie als Betriebsausgaben geltend machen, sofern der Bezug zur beruflichen Tätigkeit des Selbstständigen deutlich erkennbar ist. Auch Kosten für eine Weiterbildung, wie Kursgebühren und Anreise- und Übernachtungskosten, gelten als Betriebsausgabe, wenn diese nachweislich auf das Unternehmen bezogen ist. 

Genauso können die Kosten der eigenen beruflichen Webseite, wie Provider- und Wartungskosten, bei der Einkommensteuererklärung angegeben werden, denn auch diese zählen zu den Betriebsausgaben und sind als solche vollständig absetzbar. Nicht zuletzt können Unternehmer Geschenke an Kunden und Partner sowie Spenden absetzen, allerdings nur, wenn diese aus betrieblichem Anlass getätigt wurden. 

Für weitere wertvolle Steuertipps nehmen Sie am besten Kontakt mit Ihrem Steuerberater auf. Auch wenn Ihnen das Thema Steuern nicht liegt: Wichtig ist, die richtigen Informationen zu erhalten, um gleich zu Beginn der Selbstständigkeit von steuerlichen Vorteilen zu profitieren. Sie haben die Wahl!

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