June 19, 2020 by Qonto

Schnelle Steuertricks für Selbstständige

Selbstständige haben viele Ausgaben. Umso besser, wenn sie einen Teil von der Steuer absetzen und mit einfachen Kniffen die Steuerlast senken können. Lesen Sie in diesem Artikel unsere Tipps und Tricks zum Steuersparen nach.

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Selbstständige kommen in der Regel nicht um eine Steuererklärung herum und müssen verschiedene Steuern zahlen. Selbst wenn sie nur im Nebenberuf als Unternehmer (z.B. Freiberufler oder Kleingewerbebetreibende) tätig sind, besteht für sie die Pflicht, darin Angaben zu Gewinn und Umsatz zu machen. Für Freiberufler gelten die gleichen Grundsätze. Das bedeutet zwar für beide Gruppen erst einmal zusätzlichen Aufwand an Zeit für die Buchhaltung oder Ausgaben für einen Steuerberater, eröffnet jedoch zugleich die Chance, Steuern und damit bares Geld zu sparen.

Aktuell stehen Selbstständige im Zuge der Corona-Krise vor besonderen Herausforderungen – und können von staatlichen Hilfen profitieren. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Viele Selbstständige können Steuern sparen

Immer wieder weisen Steuerberater und andere Experten darauf hin, dass Gründer und ihre Unternehmen oder Kleingewerbe oftmals viel zu viele Steuern zahlen, weil sie keine Steuertipps für Selbstständige nutzen. Dabei müssen sie allein ihre geschäftlichen Ausgaben von der Steuer absetzen, um die private Steuerlast zu senken:

Betriebsausgaben

Das Steuerrecht definiert keine allzu engen Grenzen für Betriebsausgaben. So können Selbstständige eine ganze Reihe ihrer Ausgaben ganz oder teilweise jedes Jahr von der Steuer absetzen und finden damit schon zahlreiche Möglichkeiten, ihren steuerlich relevanten Gewinn zu mindern. 

Dazu gehören zum Beispiel Ausgaben

  • für den regelmäßigen Bürobedarf,
  • die Telekommunikation,
  • Werbekosten,
  • Bewirtung oder den
  • Firmenwagen.

Alle diese Posten können ganz einfach steuerlich geltend gemacht werden und führen direkt zu den ersten Steuertipps für die Buchhaltung bei einer haupt- oder nebenberuflichen Selbstständigkeit. Auch Freiberufler können davon profitieren. Schauen wir uns dafür den letzten Punkt genauer an:

Firmenwagen

Wird für das eigene Unternehmen ein Firmenwagen benötigt, sollten dessen Kosten komplett beim Finanzamt geltend gemacht werden, wenn der geschäftliche Nutzungsanteil zwischen zehn und 50 Prozent liegt. Ab dieser Grenze zählt das Fahrzeug sogar zum Betriebsvermögen. Daher lassen sich in diesem Fall die gesamten Anschaffungskosten solcher Wirtschaftsgüter zusätzlich über die Jahre der durchschnittlichen Nutzung anteilig abschreiben. Hier gilt es lediglich zu beachten, dass ein Fahrtenbuch geführt werden muss.

Arbeitsmittel

Bei Arbeitsmitteln verlangt das Finanzamt für die Anerkennung beim Absetzen von der Steuer grundsätzlich eine höhere betriebliche Nutzung mit mindestens 90-prozentigem Anteil. Zu diesen Arbeitsmitteln zählen vor allem

  • Büromöbel oder
  • Bürotechnik wie
  • Computer sowie weitere Hardware oder auch Maschinen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter

Hier müssen Unternehmen und ihre Inhaber auf die Höhe der jeweiligen Anschaffungskosten achten:

  • Bis zu 800 Euro teure Gegenstände lassen sich im Jahr ihrer Anschaffung voll absetzen.
    Es handelt sich hier um sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter. Für diese kurz GWG genannten Güter ist die Sofortabschreibung möglich.
  • Bei Anschaffungskosten ab 250 und unter 1000 Euro kann für alle Gegenstände alternativ ein Sammelposten gebildet werden, der dann demnächst pro Jahr mit einem 20-prozentigen Anteil abgesetzt wird. Zuletzt ist es möglich, dass Selbstständige diese Güter gemäß der üblichen Nutzungsdauer abschreiben.
  • Für alle Güter mit mehr als 1000 Euro Anschaffungskosten gilt immer die AfA-Tabelle, die für alle Unternehmer eine durchschnittliche Nutzungsdauer der Güter festlegt. Die Tabelle gibt dadurch vor, welche jährliche Abschreibung in Prozent der Anschaffungskosten möglich ist. Bei einem PC beträgt diese AfA-Vorgabe beispielsweise drei Jahre und ergibt damit einen Abschreibungssatz von 33,33 Prozent.
  • Maßgeblich sind hier jeweils die Netto-Anschaffungskosten. Die zusätzlich gezahlte Umsatzsteuer können viele Selbstständige parallel als Vorsteuer geltend machen, wenn sie keine Kleinunternehmerregelung beanspruchen. Sie mindert dann bei der regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldung die eigene Schuld für die Umsatzsteuer, die ansonsten durch die in Brutto-Beträgen ausgewiesenen Rechnungen von Selbstständigen bei jedem Umsatz entsteht.

Dem Finanzamt muss hier, wie bereits beschrieben, immer eine 90-prozentige betriebliche Nutzung belegt werden. Beträgt der geschäftliche Nutzungsanteil weniger, gelten andere Regelungen: Wird eine Anschaffung beispielsweise lediglich zur Hälfte betrieblich genutzt, akzeptiert das Finanzamt folglich nur die halben Nettokosten als Minderung von Gewinn und Steuern.

Kosten für die Telekommunikation

In eigenen Büro- oder Geschäftsräumen sind Kosten für die Telekommunikation steuerlich immer voll absetzbar. Selbstständige und Freiberufler, die zu Hause arbeiten, können sich diesen Vorteil aber teils ebenso sichern, diese Kosten ebenfalls absetzen und ihre private Steuerlast senken: mindestens mit einer monatlichen Pauschale von 20 Euro oder bei nachvollziehbarer Darlegung auch mit einem 30- bis 40-prozentigen Anteil.

Arbeitszimmer

Für ein externes Büro dürfen alle Bürokosten, die Unternehmer zahlen, mit der Steuererklärung von den Steuern abgesetzt werden. Bei einem Arbeitszimmer zu Hause bleibt die Empfehlung von Steuerberatern, den Arbeitsbereich räumlich klar vom Wohnbereich abzugrenzen, um alle damit verbundenen Kosten richtig anzugeben und den steuerlichen Vorteil geltend zu machen. Somit finden anteilig Ausgaben wie Miete, Energiekosten, Schuldzinsen oder Renovierungskosten Anerkennung als Betriebsausgaben, die die Steuern mindern.

Fazit

Es ist für Selbstständige somit ganz einfach, Steuern zu sparen. Der Gang zum Steuerberater kann sich dafür durchaus lohnen, ist jedoch keineswegs notwendig. Wenn die grundlegenden steuerlichen Regelungen bekannt sind, können Unternehmer und Freiberufler nicht nur ihre Steuererklärung selbst und richtig vornehmen, sondern dabei auch die eigene Steuerlast senken. Wichtig ist in jedem Fall eine ordentlich geführte Buchhaltung und ein klarer Überblick über die eigenen Finanzen. Dabei kann ein Geschäftskonto mit integrierten Buchhaltungs-Funktionen, wie Qonto es anbietet, wertvolle Hilfe leisten.

Viel Erfolg und erfolgreiches Sparen mit diesen einfachen Steuertipps!

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