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Sie denken darüber nach, ein Unternehmen zu gründen? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie einen Businessplan erstellen, welche Inhalte dazu gehören und wie Sie typische Fehler vermeiden.

Sie denken darüber nach, ein Unternehmen zu gründen? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie einen Businessplan erstellen, welche Inhalte dazu gehören und wie Sie typische Fehler vermeiden.
Ein Businessplan beschreibt das Konzept Ihres Unternehmens. Existenzgründer:innen halten darin alle Informationen fest, die sich auf die Geschäftsidee beziehen.
Wichtig ist der Businessplan vor allem, um die Finanzierung eines Gründungsvorhabens sicherzustellen, zum Beispiel über eine Bank, Investor:innen oder mithilfe eines Gründungszuschusses oder Gründungskredits. Die wenigsten Gründer:innen verfügen über ausreichend Eigenkapital.
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Ein Businessplan ist für Sie wichtig, weil er Ihre Geschäftsidee strukturiert, Ihre Erfolgschancen realistisch prüft und als Grundlage für Finanzierung dient. Er zwingt Sie dazu, Markt, Zielgruppe, Wettbewerb und Zahlen konkret durchzudenken, bevor Sie Geld und Zeit investieren.
Banken und Investor:innen verlangen ihn in der Regel, bevor sie Ihnen Kapital gewähren. Für öffentliche Fördermittel wie den Gründungszuschuss ist er oft Pflicht. Darüber hinaus erkennen Sie frühzeitig finanzielle Risiken und Liquiditätsengpässe.
Auch nach der Gründung bleibt er ein wertvoller Leitfaden, an dem Sie Ihre Fortschritte messen und Ihre Strategie bei Bedarf anpassen können. So gehen Sie planvoll statt auf gut Glück vor.
Die drei wichtigsten Bestandteile eines Businessplans sind Executive Summary, Geschäftskonzept und Finanzplan.

Jetzt, wo Sie wissen, was in Ihrem Businessplan enthalten sein muss, können Sie sich an die tatsächliche Erstellung begeben.
Mit den folgenden neun Schritten schreiben Sie einen lückenlosen Businessplan, der keine Eventualitäten außer Acht lässt und potenzielle Investor:innen überzeugen wird.
Am Anfang eines Businessplans steht das sogenannte Executive Summary. Auf einer bis maximal zwei Seiten fasst es die wichtigsten Punkte Ihres Businessplans kurz und prägnant zusammen, sodass Leser:innen alle wichtigen Infos Ihrer Geschäftsidee finden können.
Obwohl die Zusammenfassung am Anfang steht, ist es ratsam, das Summary erst am Ende zu schreiben, wenn Sie Ihr Businessplan bereits erstellt haben.
Der nächste Schritt ist, Sie und Ihr Team vorzustellen. Hier spielen sowohl die Persönlichkeit als auch Qualifikationen und Erfahrungen eine wichtige Rolle, um bei Investor:innen oder potenziellen Kundinnen und Kunden einen verlässlichen Eindruck zu hinterlassen. Überzeugen Sie die Adressat:innen und zeigen Sie, dass Sie das Zeug haben, Ihre Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen.
Die Geschäftsidee ist natürlich ein ganz wesentlicher Teil Ihres Gründungsvorhabens. Beim Erstellen Ihres Businessplans widmen Sie ihr entsprechend besondere Aufmerksamkeit. Hier ist Kreativität gefragt, denn mit einer einfachen Kopie eines bereits bestehenden Geschäftsmodells werden Sie keine großen Erfolge feiern können und noch viel wichtiger, Sie werden niemanden von Ihrer Idee überzeugen können.
Viele Ideen werden aus der eigenen Not oder einem eigenen Bedürfnis geboren. Oder sie orientieren sich an aktuellen Trends. Der Fokus sollte dabei auf einem Alleinstellungsmerkmal liegen, mit dem Sie sich vom Wettbewerb abgrenzen wollen.

Um mit Ihrer Geschäftsidee erfolgreich zu sein, müssen Sie Ihre Zielgruppe besser kennen als sie sich selbst. Sie sollten wissen, welche Kundinnen und Kunden sich für Ihr Angebot interessieren könnten, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält und wie Sie Ihre Zielgruppe ansprechen. Dieses Wissen bildet letztlich auch die Basis für Ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten.
Im Anschluss an die Zielgruppenanalyse folgt die Marktanalyse. Hier benötigen Sie möglichst aussagekräftige Daten, die die Umsetzbarkeit Ihrer Geschäftsidee untermauern. Hier ist beispielsweise eine eigene Erhebung denkbar. Alternativ können Sie auf Marktforschungsergebnisse zurückgreifen.
Überprüfen Sie außerdem den Product-Market-Fit, um sich zu vergewissern, dass Ihr Produkt auch zu Ihrem Marktsegment passt.
Im nächsten Schritt, der Wettbewerbsanalyse, nehmen Sie Ihre Konkurrenz inklusive ihrer Stärken und Schwächen genau unter die Lupe. Machen Sie deutlich, wie Sie und Ihr Angebot sich vom Wettbewerb unterscheidet. Diese Positionierung ist entscheidend, um das Gesamtbild Ihres Unternehmens darzustellen und sollte das Unternehmensleitbild im Kopf der Konsument:innen miteinschließen. Eine gute Positionierung ist essenziell für den Erfolg Ihres Unternehmens.
In diesem Teil ist es außerdem sinnvoll, eine Analyse Ihres Unternehmensstandorts mit einzubeziehen. Denn der Standort kann durchaus erfolgsbestimmend sein, da zum Beispiel die Mieten unterschiedlich sind und verschiedene Standorte ein höheres Kundenpotenzial bieten als andere.

Ableitung Ihrer Unternehmensstrategie
Auf Basis Ihrer Analyse können Sie mit Ihrer Zielsetzung starten. Ihre Ziele werden genau definiert und Sie führen auf, mit welchen Strategien Sie diese erreichen wollen. Es ist wichtig, sich nicht zu kurz zu halten und nicht nur ein Ziel zu setzen. Achten Sie darauf, dass dieser Teil für die Leser:innen gut verständlich ist.
Beim Markt und der Konkurrenz sind wir nicht mehr fern vom Marketing. Marketing ist eine der wichtigsten Komponenten eines Unternehmens, wenn es um den Erfolg geht. Denn falsches Marketing kann sehr viel Geld kosten und zu einer ungewollten Positionierung führen.
Beschreiben Sie hier Ihre Marketinginstrumente, die sogenannten 4 Ps des Marketings: Produkt, Preis, Positionierung und Promotion. Stellen Sie Ihr Produkt und die genauen Charakteristiken, Ihre Preispolitik und die Positionierung Ihres Produktes dar und wie Sie den Vertrieb planen.
Ihr kompletter Marketingplan erfasst noch mehr Schritte, beispielsweise Ihre Marketingstrategie und eine Präzisierung der zukünftig geplanten Marketingaktivitäten.
Vier Ps des Marketings
Die vier klassischen Instrumente des Marketing-Mix sind die „vier P“ – englisch für Product, Price, Place, Promotion – und „vier C“ – englisch für Commodity, Cost, Communication, Channel – im 7Cs Compass Model.
Die Entscheidung für eine Rechtsform ist ausschlaggebend für die Struktur und Organisation Ihres Unternehmens. Von ihr hängt die Art der Buchführung in Ihrem Unternehmen ab, welche Steuerarten relevant sind und welche Schritte Sie gehen müssen, um Ihr Unternehmen rechtswirksam zu gründen.
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Mithilfe der SWOT-Analyse entwickeln Sie Ihre Unternehmensstrategie. Sie ein bewährtes Mittel, um die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken für Unternehmen darzustellen, um auf dieser Basis Ihre Unternehmensstrategie für die Gründung zu entwickeln, aber auch um sie im weiteren Geschäftsverlauf zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Dabei werden im Rahmen einer internen Analyse das gesamte Unternehmen, aber auch einzelne Prozesse, Produkte oder Teams mit ihren Stärken und Schwächen betrachtet. Eine externe Analyse fokussiert das äußere Umfeld, das Chancen und Risiken für Ihren Geschäftserfolg birgt.
Um Banken und Investor:innen zu überzeugen, die Ihr Unternehmen finanzieren, brauchen Sie einen soliden Finanzplan, der den nötigen Kapitalbedarf in den jeweiligen Unternehmensphasen aufzeigt.
In der Gründungsphase fallen beispielsweise einmalige Gründungskosten und Investitionen an. Zusätzlich müssen Sie auch die Kosten für den laufenden Betrieb sowie Ihre privaten Kosten berücksichtigen. Angefangen bei den Fixkosten und Produktionskosten über Einnahmen und Ausgaben bis hin zu geplanten Investitionen sind hier alle relevanten Informationen enthalten.
Der Finanzplan umfasst verschiedene Teile:
Erfahren Sie in unserem weiterführenden Artikel, wie Sie einen professionellen Finanzplan erstellen.
Dieser Teil Ihres Businessplans ist besonders wichtig, wenn es um einen Kredit bei der Bank geht. Verfügen Sie nicht über ausreichend Fachwissen, sollten Sie hier einen Experten oder eine Expertin hinzuziehen.
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Zwar folgt der Aufbau des Businessplans keinen festen Regeln. Dennoch gibt es einige Punkte in Bezug auf seine Form, die Sie beachten sollten. Hierzu zählen besonders:
Es gibt zahlreiche Muster, kostenlose Vorlagen oder auch Software, die Sie nutzen können, um Ihren Businessplan zu erstellen. Bedenken Sie dabei aber, dass die Vorlage auch zu Ihrer Geschäftsidee passen muss. Nutzen Sie die Vorlage daher eher als eine Art Orientierung und achten Sie dabei darauf, dass Ihr Businessplan über die wesentlichen Inhalte verfügt.
Wer unsicher ist, kann sich in Workshops, Gründerseminaren oder einer Gründungsberatung Unterstützung holen, um einen Businessplan zu erstellen. Es ist allerdings davon abzuraten, ihn erstellen zu lassen oder einfach zu übernehmen.
Wenn Sie Hilfe bei der Erstellung benötigen, können Sie die folgenden Optionen in Betracht ziehen:
Je nach Umfang kann das Schreiben eines Businessplans einige Wochen bis mehrere Monate dauern. Für einen einfachen Plan sind 2 bis 4 Wochen realistisch, für einen ausführlichen Businessplan eher 4 bis 8 Wochen oder länger.
Wie schnell Sie vorankommen, hängt vor allem davon ab, wie klar die Geschäftsidee bereits ist, wie viel Markt und Wettbewerbsrecherche nötig wird und wie detailliert der Finanzplan ausfallen muss.
Wie teuer ein Businessplan ist, hängt davon ab, ob Sie ihn selbst schreiben oder erstellen lassen. Schreiben Sie ihn selbst, zahlen Sie kaum mehr als 0 bis rund 100 € für Vorlagen oder Software.
Lassen Sie ihn von einer spezialisierten Beratung erstellen, liegen die Kosten meist zwischen 1.500 und 5.000 €, bei komplexen Vorhaben für Investoren auch bei 8.000 € und mehr.
Den Preis beeinflussen vor allem Detailgrad, Rechercheaufwand und Tiefe der Finanzplanung. Gut zu wissen: Förderprogramme wie AVGS oder BAFA übernehmen häufig 50 bis 100 % der Beratungskosten, was Ihr finanzielles Risiko deutlich senkt.
Bei all der Euphorie schleichen sich nicht selten Fehler in die Erstellung ein, die den Erfolg Ihrer Geschäftsidee gefährden können. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige der häufigsten Fehler vorstellen, damit Sie diese in Ihrem Businessplan vermeiden können.
Ein häufiger Fehler sind zu optimistische Umsatz- und Gewinnprognosen. Natürlich möchten Sie Ihr Unternehmen im besten Licht präsentieren, doch wenn Ihre Zahlen unrealistisch sind, wird dies von potenziellen Investoren schnell durchschaut. Stellen Sie sicher, dass Ihre Annahmen nachvollziehbar und fundiert sind.
Jedes Produkt oder jede Dienstleistung sollte einen klaren Mehrwert für die Kundinnen und Kunden bieten. Wenn Sie diesen Mehrwert in Ihrem Businessplan nicht klar und verständlich darstellen können, werden potenzielle Investor:innen und Partner:innen Schwierigkeiten haben, Ihre Geschäftsidee zu verstehen und zu unterstützen.
Es ist unwahrscheinlich, dass Sie die einzige Person auf dem Markt sind, die eine bestimmte Dienstleistung oder ein Produkt anbietet. Ignorieren Sie nicht Ihre Konkurrenz. Analysieren Sie sie stattdessen gründlich und zeigen Sie auf, wie Sie sich differenzieren und abheben können.
Die Finanzplanung ist ein zentraler Bestandteil des Businessplans. Oftmals werden jedoch wichtige Posten vergessen oder nur oberflächlich behandelt. Achten Sie darauf, dass Sie alle Kostenfaktoren berücksichtigen und den Kapitalbedarf realistisch einschätzen.
Ihre Geschäftsstruktur und -strategie sind das Rückgrat Ihres Businessplans. Wenn diese nicht klar definiert und dargestellt werden, kann es sein, dass Ihr Plan mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet. Seien Sie klar und präzise in der Definition Ihrer Unternehmensstruktur, Ihrer Rolle, Ihrer Strategien und Ihrer langfristigen Ziele.
Einen Businessplan müssen Sie nicht allein schreiben. Je nach Budget, Zeit und Anspruch stehen Ihnen verschiedene Wege offen, von der persönlichen Gründungsberatung über spezialisierte Agenturen bis hin zu digitalen Werkzeugen wie ChatGPT.
Welche Option für Sie sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wofür Sie den Plan benötigen und wie überzeugend er am Ende sein muss. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wer Sie bei der Erstellung unterstützen kann und welche Rolle künstliche Intelligenz dabei realistisch übernehmen kann.
Bei der Erstellung unterstützen Sie mehrere Anlaufstellen. Spezialisierte Gründungsberatungen und Unternehmensberater:innen übernehmen den Plan komplett oder begleiten Sie Schritt für Schritt, was sich besonders bei Bank- und Investorengesprächen lohnt.
Kostengünstiger oder sogar kostenlos beraten Sie die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer (HWK) sowie viele Hochschulen und Gründungszentren. Ihre Steuerberatung hilft Ihnen vor allem beim Finanzteil.
Wichtig zu wissen: Für professionelle Beratung gibt es Förderprogramme wie AVGS oder BAFA, die einen Großteil der Kosten übernehmen können. Nutzen Sie ruhig mehrere Quellen, um Fachwissen und Fördermöglichkeiten optimal zu kombinieren.
Ja, ChatGPT kann Ihnen beim Businessplan helfen, ersetzt aber keine echte Gründungsberatung. Das Tool eignet sich hervorragend, um eine Struktur zu entwerfen, Textbausteine zu formulieren, Ideen zu sortieren oder eine erste Rohfassung zu erstellen.
Grenzen zeigen sich bei belastbaren Zahlen: Marktdaten, realistische Finanzprognosen und regionale Besonderheiten kann die KI nicht zuverlässig liefern und erfindet im Zweifel Angaben. Für einen bankfähigen Plan, den Investor:innen oder die KfW akzeptieren, reicht das allein nicht aus.
Nutzen Sie ChatGPT daher als Unterstützung für Formulierung und Aufbau, prüfen Sie jedoch alle Fakten sorgfältig und lassen Sie den Finanzteil im Zweifel fachlich absichern.
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